Arthrose durch X-Beine oder O-Beine

Auch durch so genannte X-Beine oder O-Beine kann sich vorzeitig eine Arthrose entwickeln. Durch diese Fehlstellung kommt es in dem Kniegelenk zu einer Überlastungserscheinung, denn die Gelenkflächen im Knie werden ungleichmäßig beansprucht.

Wer von dieser Fehlstellung der Beine betroffen ist, wird im Laufe seines Lebens mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit an Arthrose der Kniegelenke erkranken.

X- und O-Beine (angeborene Fehlstellung)
Ein vorheriger Unfall des Gelenkes (auch kleinste Risse in Bändern oder Sehnen) Überlastung auf der Arbeit durch z.B.

  • langes Stehen (Verkäufer)
  • ständiges Knien (Fliesenleger)
  • Presslufthammer (Bauarbeiter Überlastung beim Sport mit rasche
  • Richtungswechsel oder starkem Druck auf die Gelenke (Squash, Tennis…)
  • höheres Lebensalter weibliches Geschlecht (mit zunehmendem Alter)

Wie entsteht eine Arthrose bei X-Beinen oder O-Beinen?
Bedingt durch die Fehlstellung der Beine wird entweder die Innenseite (bei X-Beinen) oder die Außenseite (bei O-Beinen) stärker belastet. Bewegt man das Knie, gleiten die Knorpel des Oberschenkels und des Unterschenkels nicht so übereinander wie es eigentlich sein sollte. Dadurch bedingt kann sich der Druck nicht über die komplette Knorpelfläche gleichmäßig verteilen sondern es entwickeln sich kleine punktuelle Belastungen die den Knorpel auf die Dauer hin stärker angreifen können.

Wir alle hatten mal O-Beine Stimmt, wir alle sind mit O-Beinen zur Welt gekommen. Dies ist zu dem Zeitpunkt ein ganz normaler Entwicklungsprozess. Erst nach einigen Monaten sind unsere Beine gerade gewachsen.

Kann man die Beine begradigen
Es gibt eine Möglichkeit eine Fehlstellung der Beine operativ zu begradigen, man nennt diesen Vorgang Umstellungsosteotomie. Hierzu werden bestimmte Knochen durchtrennt und die Beinachse so begradigt. Dieser OP findet insbesondere bei jungen Menschen Anwendung.
Bei älteren Personen jenseits der 60 oder bei Personen mit Übergewicht findet sie keine Anwendung mehr.

Umstellungsosteotomie bei O-Beinen
Bei O-Beinen erfolgt der operative Eingriff in der Regel im Bereich des Unterschenkelkopfes, also am oberen Ende des Schienbeins. Der Knochen kann auf verschiedene Weise durchtrennt werden: Bei der zuklappenden Osteotomie wird an der Außenseite des Unterschenkelkopfes ein Knochenkeil entnommen, so dass die Gelenkflächen gerade aufeinander gestellt werden können.
Bei der aufklappenden Osteotomie – wird der Unterschenkelkopf ausgespreizt. In allen Fällen wird der durchtrennte Knochen anschließend mit Schrauben, Platten oder Klammern stabilisiert.

Umstellungsosteotomie bei X-Beinen
Während ein O-Bein zu einem leichten X-Bein korrigiert wird, wird ein X-Bein maximal auf eine gerade Beinachse im Kniegelenk korrigiert. Die Knochendurchtrennung erfolgt bei einer X-Beinfehlstellung am Oberschenkelknochen. Auch bei X-Beinen gibt es die Wahl zwischen einer zuklappenden und einer aufklappenden Osteotomie.

Die Beweglichkeit des Kniegelenkes ist nach der Operation drei Wochen lang etwas eingeschränkt. Bis sechs Wochen nach der Operation sollte das Knie nicht vollbelastet werden – so lange benötigt der Knochen, um zusammen zu heilen. Danach können die Belastungen des Kniegelenkes wieder gesteigert werden.

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