Kortison bei Arthrose

Kortison bei Arthrose
Kortison bei Arthrose

Wenn die Gelenke schmerzen und bei Arthrose nichts mehr hilft, wird von den Ärzten oft  Kortison verschrieben. Aber wie ist das mit den Nebenwirkungen? Kortison ist in den Köpfen der meisten Menschen ein zweischneidiges Schwert.

Viele Patienten berichten von einer schnellen Besserung und im gleichen Atemzug wird jedoch vor möglichen Nebenwirkungen gewarnt. Aber was ist wirklich dran? Wir sind der Sache einmal auf den Grund gegangen.

Kortison bei Arthrose typischen Schmerzen
Arthrose, also übermäßiger Gelenkverschleiß, geht häufig mit schmerzhaften Gelenkentzündungen einher. Das Gelenk schwillt dann an und bereitet dem Patienten große Beschwerden bei jeder Bewegung. In diesen akuten Fällen greifen Ärzte meist zur Kortisonspritze, meist ein Depotmittel, das sich als Therapiemittel bewährt hat. Der Arzt zieht, falls vorhanden, Flüssigkeitsansammlungen aus dem schmerzenden Gelenk und injiziert anschließend das Kortison. Dieses wirkt entzündungshemmend und stoppt die Flüssigkeitsproduktion der Schleimhäute, so dass die Schwellung allmählich abklingt. Je nach Dauer und Schwere der Entzündung wird dieser Prozess mehrmals, bis zu dreimal im Abstand von rund sechs Wochen wiederholt.

Was ist besser: Kortisonspritzen, Kortisonsalben oder Kortisontabletten?
Kortisonspritzen sind eindeutig besser als Kortisonsalben oder Kortisontabletten. Bei den Salben oder Tabletten gelangt nur ein ganz geringer Anteil dahin, wo es wirklich weht tut. Das meiste belastet nur den restlichen Körper. Spritzt man das Kortison jedoch in ein Gelenk, so ist das Risiko für Nebenwirkungen viel geringer, weil das Kortison sich so nicht im Körper verteilen kann.

Nebenwirkungen von Kortison
Der Nachteil der Behandlung mit Kortison bei Arthrose ist, dass es nicht unbegrenzt häufig eingesetzt werden darf. Ansonsten drohen ernst zu nehmende Nebenwirkungen. Nach einer zu häufigen oder zu hoch dosierten Kortisontherapie wirkt der Körper häufig aufgeschwemmt, der Patient nimmt an Gewicht zu. Zudem können die Muskeln abbauen, die Haut kann dünn werden und sich röten. Auch Schäden am Gelenkknorpel wurden langfristig beobachtet. Blutzucker, Blutfett und Blutdruck erreichen nach einer Behandlung mit Kortison bei Arthrose und anderen Erkrankungen oft ungesunde Werte. Zusätzlich greift Kortison in den Hormonhaushalt des Körpers ein.

Daher gibt Ihnen Ihr Arzt nicht immer wieder Kortison
Sie sollten also Verständnis dafür haben, dass Ihnen Ihr Arzt trotz schmerzhafter Gelenkentzündungen bei Arthrose nicht in unbegrenztem Maß Kortison injizieren wird. Neben weiteren gesundheitlichen Risiken und Nebenwirkungen können Kortisonspritzen auch Hautschäden und ästhetische Probleme hervorrufen. Verfehlt der Arzt das Gelenk und injiziert das Kortison versehentlich in Fettgewebe, kann dieses dabei zerstört werden. Dauerhafte Dellen in der Haut sind dann die Folge.

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