Was ist eine Gonarthrose?

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Das Kniegelenk ist eigentlich ein kleines Wunderwerk, denn es ist nicht nur das größte Gelenk des Menschen, sondern es ist auch außergewöhnlich beweglich und außergewöhnlich stabil.

Was ist eine Gonarthrose? Eine Gonarthrose ist eine Kniearthrose. Unser Knie ist unser ganzes Leben lang extremsten Belastungen ausgesetzt. Wir laufen, joggen, rutschen auf den Knien, tragen schwere Taschen… Doch ist die reibungslose Funktion einmal gestört, so zieht dies meist einen Rattenschwanz von Bewegungsverlust und Schmerzen mit sich.

Was ist eine Gonarthrose?
Der Meniskus macht unser Knie 6xstabiler. Dafür, dass unser Knie den unglaublichen Belastungen in unserm Leben aushalten kann, ist zu einem sehr großen Anteil unser Meniskus verantwortlich. Der Meniskus erfüllt viele wichtige Aufgaben im Knie. Er funktioniert als „Puffer“ zwischen den Gleitflächen, verteilt die Gesamtlast im Knie und sorgt für die Gelenkschmierung, Sprungabsorption und vor allem für die Stabilität.

Der Meniskus besteht aus dem Innenmeniskus und dem Außenminiskus. Der Meniskus fungiert wie elastische Scheiben zwischen dem Schienbein und dem Oberschenkel. Der Meniskus ist perfekt an die Gelenkoberfläche angepasst und arbeitet wie ein Puffer zwischen den Knochengleitflächen. Der Meniskus nutzt einen Trick, er bildet eine vergrößerte Auflagefläche und verteilt so die Gesamtlast die auf dem Knie ruht viel besser.

Durch den Meniskus wird das gesamte Kniegelenk viel besser geschmiert. Eine wichtige Besonderheit des Meniskus der für die Stabilität verantwortlich ist, ist das der dickere Rand mit der Gelenkkapsel fest verwachsen ist.

Der Oberschenkel sitzt auf der Oberschenkelrolle. Dies sind eigentlich zwei ovale Halbschalen die auf einem sonst recht flachen Schienenbeinkopf sitzen. Die Gelenke die sich hier gegenüberliegen sind von einem Glasknorpel der 3-4 mm dick ist überzogen.

Aber nur dies würde noch nicht die Stabilität des Knies gewährleisten. Die Stabilität kommt mit den Seitenbändern und dem vorderen und hinteren Kreuzband. Durch ihre spezielle Anordnung ist das Knie erst in der Lage den Unterschenkel zu drehen ohne das die Knochen wie eine Schublade ihre Position verlassen.

Symptome einer Gonarthrose
Mit zunehmendem Alter werden die Knorpel immer spröder und verlieren an Feuchtigkeit und damit auch an Elastizität. Aber auch Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht, Unfall, Fehlbelastungen und Überbelastungen können die Auslöser für die ersten Symptome einer Gonarthrose sein. Dadurch können kleinste Splitter des Knorpels in die Gelenkflüssigkeit gelangen und eine Entzündung auslösen. Das Kniegelenk entzündet sich als Folge.

Die ersten Symptome einer Gonarthrose sind der bei fast allen Arthrosearten typischer Anlaufschmerz mit der verbunden Steifigkeit. Bei der Gonarthrose macht sich dies besonders nach längerem Sitzen bemerkbar. Das Knie kann anschwellen, warm werden und als Folge schmerzen. Weitere Symptome einer Gonarthrose können Belastungsschmerzen, Reibegeräusche und eine Einschränkung der Beweglichkeit sein.

Typisch ist auch eine Kniesteifigkeit morgens nach dem Aufstehen. Ist das Knie erst mal warm verbesserte sich im Anfangsstadium auch die Beweglichkeit.

Im weiteren Verlauf der Gonarthrose schmerzt das Knie auch nach längeren Belastungsphasen wie zum Beispiel ein längerer Spaziergang oder ausgiebiger Einkaufsbummel. Dies nennt man den Belastungsschmerz. Der Schmerz kommt dann meist nicht punktuell sondern beginnt an der Innenseite oder an der Außenseite. Der Schmerzpunkt, dies ist meist ein bohrender Schmerz kann dann unter Umständen bis in den Unterschenkel oder Oberschenkel ziehen.

Wie fühlt sich der Schmerz bei einer Knieathrose an?
Der Schmerz bei einer Kniearthose kann viele Facetten haben. Er kann bohrend sein und bis in den Oberschenkel oder Unterschenkel ausstrahlen. Er beginnt fast immer außen oder innen am Gelenk. Der Schmerz kann ziehend, dumpf aber auch stechend sein. Der Schmerz kann auch unter der Kniescheibe liegen.

Spätes Stadium einer Gonarthrose
Im weiteren späteren Verlauf einer Gonarthrose kommt es zu deutlichen und dauerhaften Bewegungseinschränkungen. In diesem Stadium kann das Kniegelenk nicht mehr komplett gebaugt oder gestreckt werden. Dies hat zur Folge, dass sich das Gangbild sichtbar verändert. Man sieht dies an einem hinkenden Gang. Dieses Hinken rührt von unserem Schutz das arthrose Geschädigte Gelenk nicht so stark zu belasten. Der Schongang verursacht das Hinken.

Aktivierte Gonarthrose
Das letzte Stadium einer Gonarthrose ist die aktivierte Gonarthrose. Wer jetzt glaubt alle anderen Stadien durchlaufen zu müssen bis es zu einer aktivierten Gonarthrose kommt, der irrt. Eine Gonarthrose die aktiviert ist kann zu jedem Zeitpunkt eines Stadiums auftreten. Auslöser kann eine Überanstrengung, Überwärmung oder Überforderung sein. In einem aktivierten Stadium kommt es zu starken Schmerzen und das ganz normale Gehen wird zu einer Qual.

Aktiviert Gonarthrose umwandeln in nicht aktivierte Gonarthrose
Hierzu ist viel Schonung des strapaziertem Gelenks erforderlich. Bewegungen ja, aber nur im schmerzfreien Bereich. Das Gehen sollte möglichst vermieden werden. Möglichst für Entlastung mit z.B. einem Krückstock vorlieb nehmen.

Prävention bei einer Gonarthrose
Übeltäter Nummer eins ist Übergewicht. Es ist für die meisten Gonarthrosen verantwortlich. Wer eine Gonarthrose im Anfangsstadium hat kann durch eine radikale Reduzierung seines Gewichtes unter Umständen von allen weiteren Symptomen verschont bleiben. Aber auch das Fortschreiten einer Gonarthrose kann mit dem Abbau von Übergewicht verlangsamt werden.

Starke Kniebelastungen vermeiden
Vermeiden sie sehr starke Kniebelastungen wie Arbeiten in der Hocke, Kniebeugen und häufiges Treppensteigen. Vor solchen Aktivitäten dann die Knie gründlich aufwärmen.

Kniegelenke vor Kälte schützen
Der komplexe Mechanismus im Knie ist besonders Kälte empfindlich. Oft helfen schon bei leichten Beschwerden wärmende Unterwäschen oder spezielle Bandagen. Es gibt eigens hierfür auch spezielle Kniewärmer aus Baumwolle.

Langes Sitzen vermeiden
Bestimmt haben sie es schon immer gewusst. Langes Sitzen ist Gift für unsere Knie. Beim langen Sitzen oder langem Autofahren drückt die Kniescheibe mit sehr hohem Druck auf den Oberschenkel. Eine kurze Belastung ist problemlos aber permanentes stundenlanges Sitzen schadet einem bereits geschädigten Knorpel zusätzlich. Öfters mal die Beine strecken oder aufstehen.

Die Kniegelenksarthrose kommt im Vergleich zu anderen Arthrosearten sehr häufig vor.

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